Janeintagebuchmein

Juni 13, 2008

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Ja wow !!! 138 Tage clean. Kein Alk, kein Kiff, keine Amphetamine, kein Koks. KEINE DROGEN.

Das ist doch eigentlich genug. Genug geleistet. Das ist aber auch super anstrengend. Weil da sind immer die Stimmen in meinem Kopf, die sagen: sei produktiv, geh’ arbeiten, such Dir ‘nen Job, mach ‘ne Ausbildung. KANN ICH NICHT. BIN NICHT BELASTBAR. KOMME NICHT KLAR. HABE SO SCHON GENUG ANSTRENGENDE SCHEISSE IN MEINEM KOPF AM LAUFEN. Mein Versuch als mit ‘ner MEA als Büro-Assi zu landen ist völlig in die Hose gegangen. Burnout. Selbst zwei Wochen danach konnte ich vor lauter das-muss-ich-tun und das-muss-ich-tun keine Ruhe finden. „Wenns ruhig wird, wirds gefährlich.“ Das kenne ich. Kann mich kaum aushalten. Und andersherum halte ich Gesellschaft auch kaum aus. Es ist ein permanenter Leistungsdruck gut, besser und am kompetentesten sein zu wollen, wirken zu wollen. Kann ich aber nicht. Bin ganz klein mit Hut, was weltliche Werte von Produktivität und geistiger Präsenz angeht. Bin mehr dauerhaft nach innen gekehrt weil erschöpft. So eine Art Dauererschöpfungszustand. Sonst hätte ich gesagt: „Hilfe, ich weiß nicht was ich dagegen unternehmen soll.“ Aber ich habe da so ‘ne Ahnung, daß mir diese Weise darauf zu reagieren nicht besonders hilfreich sein wird. Da wäre (bin) ich am kämpfen und kämpfen ermüdet und ich glaube auch, daß ich da einen Gegner in mir habe, den ich erst dann loswerde, wenn ich im keinen Widerstand mehr biete und ihn vorbeiziehen lasse.

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